Wenn die Rassisten Trauer tragen wollen

 


Die Forderungen vieler aufrecht Empörter, jetzt erst recht in allen Zeitungen die Mohammed-Karikaturen aus Charlie Hebdo abzudrucken, werden zwar immer lauter, nur werden sie dadurch auch richtiger? Ich meine nicht.

Es ist nicht zielführend, jetzt in puren Aktionismus zu verfallen, oder gar aus ohnmächtiger Wut zu reagieren. Es gibt wichtigeres, auf das man sich jetzt mit kühlem Kopf konzentrieren sollte und da ist es mit dem Abdruck von Karikaturen nicht getan, so ehrenwert dieser offene Protest auch gemeint sein mag.

 

Zunächst muss gewährleistet werden, dass Charlie Hebdo ohne Unterbrechung im alten Sinne, sofern das nach dem Ableben der wichtigsten und prägendsten Personen in der Redaktion überhaupt möglich sein kann, weiter erscheint und arbeiten kann. Und da sind alle Verlage gefragt, egal ob aus Deutschland, Frankreich, England, Europa. Die müssen jetzt die Unterstützung leisten, die notwendig ist, damit Charlie Hebdo weiter existieren kann. Es geht auch um Ihre journalistische Freiheit, werte Damen und Herren in den Chefetagen der Verlagshäuser und in den Redaktionen.

 

Und dann müssen wir Bürger handeln und noch deutlicher, denn je. Wir dürfen uns nicht auseinander dividieren lassen von einem braunen, rassistischen Straßenmob, der sich jetzt erst recht bestätigt sieht in seinen ausländerfeindlichen Parolen und Aversionen und unterstützt wird, nicht nur von Rechtsnationalen, wie einem Gauland, einer Petry, von der AfD, den rechtsradikalen Ausrichtern und Rattenfängern der Pegida-Aktionen, sondern auch von rechtsorientierten Kreisen in CDU, CSU, FDP und AfD, die gerade mit dieser braunen Brühe ihr eigenes, fremdenfeindliches politisches Süppchen kochen, um sich auf diese widerliche Weise Wählerstimmen zu sichern. Und dieses Zeichen muss am kommenden Montag, den 12. Januar in allen Städten umso klarer, umso deutlicher gesetzt werden, denn das braune Pack hat im Sog des Blutbads in Paris Morgenluft gewittert.

 

Diesem fremdenfeindlichen Pöbel darf man keine Handbreit Platz lassen und wenn das in Dresden, der Hochburg der Dunkeldeutschen, nicht gelingen sollte, dann muss das im Rest Deutschlands funktionieren, um damit auch den tiefbraunen "besorgten" sächsischen Spießbürgern und Neonazis auf der Straße und im sächsischen Landtag und in den Kommunen ein klares Zeichen zu setzen:

Rassismus hat in diesem Land keine Chance!



gvg          




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