Tango korrupti

 




Was ist schon eine Million mehr für angeblich nichts? Willkommene Peanuts für einen Bundeskanzler.


Brioni Gerd quittiert es einmal mehr mit seinem überheblichen, alles verachtenden Grinsen, als wolle er sagen: „Korrupt, macht- und geldgeil war ich doch schon immer. Ihr Spießbürger von der SPD habt es nur nicht wahrhaben wollen.“


Nach dem Wahlspruch, erst ich, dann lange nichts und dann vielleicht das gemeine, dumme Volk und ganz am Schluss die Partei, verfuhr er doch schon immer, schon als Vorsitzender der Jusos.


Wer jetzt in der SPD jammert und die Zähne fletscht, der sollte immer auch daran denken, Ihr Genossen habt ihn erst zu dem gemacht, was er dann geworden ist. Ein egoistischer Ex-Bundeskanzler für den sich die SPD schämen müsste, wäre sie nicht längst schon so verkommen, wie Schröder, Gabriel, Steinbrück, Steinmeier, Nahles & Co, die angeblichen Hoffnungsträger. Und während Gabriel heute am Rockzipfel Merkels hängt, ihr subaltern ergeben folgt, wohin auch immer sie geht, stopfte Schröder sich die Taschen voll. Altersfürsorge. Wo andere über den Verdacht der Korruption stolperten, ihren Hut nehmen musste, da langte Schröder erst richtig zu. Eine Hand wäscht die andere und wenn‘s Scheinchen dabei knistert, wäscht man sie umso lieber.


Will es jemand dem Maschmeyer verdenken, wenn er Angesichts des Dagobert Duckschen Gierverhaltens eines Bundeskanzlers die Situation ausnutzt und ihn finanziell pampert, wohl wissend, das Mehrfache dessen bei einer auf sein Unternehmen zugeschnittenen Riesterrente wieder einstreichen zu können? Die einen nennen es Bestechung, Korruption, die Beteiligten dieses Geschäfts betrachten es einfach nur als Win-Win-Situation.


1998 noch angetreten mit einer rot-grünen Regierung von der sich die meisten nach Kohl eine neue soziale Bewegung erhofften, machte Schröder sehr schnell klar, dass sozial mit ihm nicht zu machen sei. Populismus war sein Zauberwort und ein enger Schulterschluss mit der Wirtschaft. Und egal was er anpackte, ob Steuerreform, ob Rentenreform, Ökosteuer, Waffenexporte, es diente nur einem Zweck, die Wirtschaft zu befriedigen. Der Mann der immer auf die Tränendrüse drückte und darauf verwies, aus welch ärmlich, erbärmlichen Verhältnissen er sich doch hochgearbeitet hätte, war endlich da angelangt, wo er immer hinwollte, an den überquellenden Fleischtöpfen der neureichen Ellenbogengesellschaft.


Die Agenda 2010 mit dem Hartz IV-Konzept, dessen Erfinder sinnigerweise später wegen Untreue und Begünstigung zu 2 Jahren auf Bewährung verurteilt wurde, war dann Schröders persönlicher „Endsieg“. Damit hatte er erreicht, was er immer wollte. Zum einen von heute auf morgen Millionen von Menschen in die nackte Existenzangst zu verschicken und der Willkür auszusetzen und zum anderen die SPD endlich von diesem lästigen sozialen Brandzeichen zu befreien.


Und weil er dann auch schnell die Lust verlor, die Verantwortung für seine Taten zu übernehmen, seine Taschen waren ja gefüllt, seine Zukunft nach der Politik längst gesichert, ließ er sich in einem dubiosen Verfahren hochnotpeinlich abwählen.


Das er kaum 2 Wochen nach Niederlegung seines Bundestagsmandats verkündete, wo er demnächst seinen Reibach zu machen gedenkt, nämlich bei seinem Männerfreund Putin, dem Lupenreinen unter allen Demokraten, konnte dann auch kaum jemand mehr überraschen.


Die SPD hat es mitgemacht, eifrig unterstützt und demütig hingenommen und huldigt ihm noch heute, dem Totengräber der Sozialdemokratie.







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