Palästina - Wunschtraum oder Albtraum?

 


Während der Nahe Osten möglicherweise auf eine 3. Intifada zusteuert, mehren sich die Forderungen nach Anerkennung Palästinas als Staat.


Gregor Gysi, DIE LINKE, benutzt ausgerechnet seine Betroffenheit über den Mordanschlag auf die Synagoge in Jerusalem auch gleich, um ebenfalls diese Anerkennung Palästinas einzufordern und stärkt damit ungewollt oder aus purer Absicht den Hamas-Anhängern in seiner Partei den Rücken.

Ist schon die Verquickung von Trauer über dieses feige Attentat mit der politischen Forderung nach Stärkung der Hamas eine äußerst fragwürdige Angelegenheit, die Forderung nach Anerkennung eines Terrorstaats ist allemal ein Skandal.


Jetzt kann sich Gregor Gysi damit herausreden, dass er sich in guter Gesellschaft befände, denn schließlich hätten bisher schon 135 Staaten von 193 der Weltgemeinschaft Palästina ebenfalls als Staat anerkannt, mit Spanien, dessen Parlament jüngst eine ähnliche Vorlage einbrachte, würde sich die Zahl auf 136 erhöhen. Eine Zahl, mit der sich gut argumentieren ließe, würde sie nicht für blinden Aktionismus stehen.


Was versprechen sich die Befürworter dieser Forderung davon? Vor allem, von welchem Palästina sprechen sie? Hier wird ein Staat anerkannt, den es de facto nicht gibt. Eine Fata Morgana, ein Fantasiegebilde. In welchen Grenzen soll dieser Staat existieren? Diese Fragen werden alle nicht beantwortet, weil sie keiner beantworten kann. Palästina ist eine Idee, ein Wunschtraum. Mehr aber auch nicht.

Nicht einmal die Palästinenser selbst können diese Frage beantworten, zumindest nicht die gemäßigten, die die nur eines wollen, in Frieden mit ihren Nachbarn leben.


Die Radikalen unter den Palästinensern, vor allem die Anhänger der Hamas und die Hamas selbst haben dagegen eine sehr klare Vorstellung davon, wie dieser Staat auszusehen hätte.

Würden Gregor Gysi und alle anderen, die lautstark Palästina rufen, sich einmal die Mühe machen und sich die Gründungscharta der Hamas ansehen, dann wüssten sie, dass sie mit der Forderung nach Anerkennung des Staates Palästina gleichzeitig auch die Vernichtung aller Juden zumindest in diesem Einflussbereich fordern.


Schon in der Präambel dieser Charta steht geschrieben:

"Israel existiert und wird weiter existieren, bis der Islam es ausgelöscht hat, so wie er schon andere Länder vorher ausgelöscht hat."

 

Wem das noch nicht genügt, der möge sich den Artikel 7 näher anschauen und da findet er dann folgendes:

"Das Jüngste Gericht wird nicht kommen, solange Muslime nicht die Juden bekämpfen und sie töten. Dann aber werden sich die Juden hinter Steinen und Bäumen verstecken, und die Steine und Bäume werden rufen: 'Oh Moslem, ein Jude versteckt sich hinter mir, komm' und töte ihn."

 

Und in diesem Ton geht es weiter, von Artikel zu Artikel, von Satz zu Satz, von Wort zu Wort.

 

Und einer solchen Staatsgründung soll Israel zustimmen und damit den kollektiven Selbstmord beschließen?

 

Man kann über eine Zwei-Staaten-Lösung diskutieren, auch über andere, wie einen gemeinsamen Staat, aber bevor das passiert und Erfolg verspricht, müssen erst die Konflikte gelöst werden die einer solchen Verhandlung im Wege stehen.


Solange die Palästinenser ihr Problem mit der Hamas nicht in den Griff bekommen und glaubhaft auf ihr Vernichtungscredo verzichten und auch danach handeln, solange machen diese Gespräche keinen Sinn.

Und genauso müssen die Israelis ihre radikal-zionistischen Gruppierungen unter Kontrolle bekommen und auf weitere Landnahmen und Provokationen in den besetzten Gebieten verzichten, sonst verlieren sie noch völlig ihre Glaubwürdigkeit, überhaupt ein ehrliches Interesse an einem Frieden im Nahen Osten zu haben.


Das Nahost-Problem können nur die Beteiligten selbst lösen, die Weltgemeinschaft kann dabei nur versuchen, unterstützend und vermittelnd zu helfen.

Wer aber als Außenstehender in dieser explosiven Situation die Anerkennung eines neuen Staates Palästina fordert, der schürt den Konflikt nur, statt zu helfen, das Feuer zu löschen.


gvg       







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